Die Post verliert Umsatz bei Brief, Filialnetz und Werbesendungen

Die Sparten Brief, Filialen und Werbepost sind die Verlustbringer bei der Österreichischen Post AG.

Dies konnte allerdings durch den Zuwachs im Paketgeschäft, dem Onlinehandel sei Dank, mehr als wettgemacht werden. Dieser immer wichtiger werdende Geschäftsbereich erfuhr eine Steigerung von 12,1 Prozent im ersten Halbjahr 2018 im Vergleichen zum gleichen Zeitraum im Jahr davor.

Zukünftig muss in die die Paketsparte kräftig investiert werden. Dafür sind Ausgaben von etwa 500 Millionen Euro für die nächsten Jahre vorgesehen, um gegenüber der Konkurrenz wettbewerbsfähig zu bleiben. Eine Kooperation mit einem großen Lebensmitteldiscounter soll im September 2018 starten, bei dem Kunden Pakete dann abgeben oder abholen können.

Als Hauptkonkurrenten in der Logistiksparte gelten unter anderem die international agierenden Paketdienste wie UPS, Hermes, DPD, etc.Image result for UPS, Hermes, DPD,

Zum Unternehmen:

Die Österreichische Post AG (gegründet 1999) mit Hauptsitz in Wien ist der führende Logistikkonzern des Landes. Durch Tochterunternehmen ist die Post auch in elf weiteren europäischen Ländern aktiv, vor allem im Logistikbereich.

Etwas über 20.000 Mitarbeiter sind bei dem börsennotierten Unternehmen beschäftigt, 49 Prozent der Aktien sind im Streubesitz.

Bis Ende der 1990er Jahre firmierte der Konzern als Österreichische Post- und Telegraphenverwaltung. Ob man einen Brief aufgeben wollte oder einen Telefonanschluss einrichten wollte, alles kam aus einer Hand, man ging einfach zum nächsten Postamt, deren Netz im Vergleich zu heute relativ dicht war. Eigentümer war der Staat, der Großteil der Mitarbeiter war verbeamtet und genoss zahlreiche Privilegien und üppige Pensionen.

Die rasanten Fortschritte in der Internet- und Kommunikationstechnologie zwangen den Betrieb zur Aufspaltung in die Bereiche Telekommunikation und Postverkehr. Die Privatisierung Mitte 2006, welcher lange Diskussionen vorausgingen, hatte auch zur Folge, dass der Betrieb schlanker werden musste. Das Filialnetz wurde ausgedünnt, die Zahl der Briefkästen reduziert und somit wurde letztlich auch die Anzahl der Mitarbeiter reduziert.

Heftige Proteste gegen diese Schritte gab es immer wieder, aber letztlich hat man sich als Kunde daran gewöhnt und die Notwendigkeit dafür erkannt.

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