Erneuerbare Energien: Kärnten bleibt Spitzenreiter

Kärnten bleibt in Österreich Spitzenreiter, was den Einsatz erneuerbarer Energien angeht. Wie der Biomasse-Verband in einer Studie herausgefunden hat, setzt kein anderes Bundesland effizienter und nachhaltiger auf erneuerbare Energiequellen als die südösterreichische Region.

Das bewaldete KärntenImage result for Das bewaldete Kärnten

Der Grund für die Erfolgsgeschichte dürfte auch am Ressourcenreichtum liegen, den Kärnten optimal auszunutzen weiß. Die Region hat den zweithöchsten Waldanteil in Österreich. Entsprechend groß ist die Energienutzung durch nachwachsende Rohstoffe wie Holz. Laut dem Biomasse-Verband hatte Bioenergie vor zwei Jahren mit 62 Prozent den größten Anteil an erneuerbarer Energien in Kärnten. Die Energieversorgung durch Wasserkraft landet mit 35 Prozent auf Platz zwei. Dagegen haben sich Windkraft und Sonnenenergie in Kärnten noch nicht durchsetzen können.

Die warme Wohnung

Auch wenn es für die Kärntner darum geht, ihre Wohnung warmzuhalten, dann setzen sie vornehmlich auf Bioenergie. Laut dem Biomasse-Verband nutzten 2016 rund 49 Prozent aller Haushalte im Südosten Österreichs Holzbrennstoffe. In 2008 war das noch anders, damals sorgte überwiegend Heizöl für die nötige Wärme in den Kärntner Wohnungen. Unangefochtener Spitzenreiter bleibt dennoch Fernwärme als Energiequelle. Rund 70.000 Haushalte sind laut dem Verband an Fernwärme angeschlossen.

Lösung für die schmutzigen Städte

Wie in so mancher Stadt in Europa auch entsteht in Kärnten die meiste Treibhausgasemission durch den Verkehr. 35 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes wird von den Autos in den Straßen verursacht. Das entspricht einer Zunahme um rund 60 Prozent im Vergleich zu 1990. Hier gibt es also Handlungsbedarf, was die Kärntner Landesregierung sich denn auch fest vorgenommen hat. Das Ziel: Bis 2035 sollen in der Region ausnahmslos Autos unterwegs sein, die mit erneuerbarer Energie betankt sind. Eine Mammutaufgabe, wenn man berücksichtigt, dass derzeit der Anteil umweltfreundlicher Autos gerade mal 11,5 Prozent beträgt.

Öffentlicher Verkehr

Doch selbst wenn das Ziel 100-prozentige Elekromobilität bis 2035 nicht erreicht wird, hat Kärnten im Kampf für eine CO2-Reduzierung weitere Trümpfe in der Hand. Unter anderem soll der Individualverkehr zugunsten des öffentlichen sowie des Fuß- und Radverkehrs deutlich zurückgeschraubt werden.

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