Extreme Dürre in Österreich

Normalerweise ist Österreich nicht gerade als das heißeste Land Europas bekannt. In der Alpennation herrschen vielmehr gemäßigte Temperaturen und viele Touristen wissen die frische und kühle Bergluft zu schätzen. Aktuell aber ist das Land in den Griff einer enormen Hitzewelle geraten. Diese erschwert nicht nur zusehends den Alltag von Mensch und Tier, sondern führt auch zu enormen Schäden in der Landwirtschaft. In diesem kurzen Artikel liefern wir Ihnen daher alle wichtigen Informationen zur aktuellen Dürre in Österreich.Image result for Extreme Dürre in Österreich

Wie Medien berichten ist die Dürre im Land schlimmer als alle zuvor dagewesenen trockenen Perioden. Insgesamt geht die österreichische Hagelversicherung von Schäden im Wert von mehr als 210 Millionen Euro aus. 80 Millionen Euro davon entfallen auf Schäden beim Getreide, während die verbleibenden 130 Millionen Euro auf Schäden an Grünflächen entfallen. Dabei ist die jetzige Dürre alles andere als ein Einzelfall. In den vergangenen sechs Jahren wurden insgesamt vier Perioden mit extremer Hitze und Dürre gemeldet. Die Folgen waren jedes Mal verheerend und eine extreme Belastung für die Landwirte Österreichs.

Die Ursachen hierfür sehen Experten im Klimawandel. Durch die global steigenden Temperaturen werden extreme Wetterphänomene dabei auch in eigentlich gemäßigten klimatischen Zonen wie Mitteleuropa möglich. Die Schuld trägt hier die zu hohe Emissionen von Treibhausgasen, welche nach Aussage der Wissenschaftler die Erdtemperatur erhöht. Die Folgen sind hohe Kosten, wie nun der Fall in Österreich zeigt.

Die Hagelversicherung Österreichs sieht daher die Zeit gekommen, drastische Schritte gegen diese Entwicklungen einzuleiten. So weist sie darauf hin, dass in Österreich deutlich zu viele Flächen verbaut und in diesem Zuge versiegelt werden. Dies führt dazu, dass kein Wasser in den Boden eindringen kann. Erst eine geringere Bebauung kann also die Wetterphänomene erfolgreich abschwächen. Einem solchen Vorgehen stehen jedoch oft andere ökonomische Interessen im Weg. Es geht hier also wie so oft um die Frage, wer die Kosten am Ende trägt.

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