Feuerwehrausrüster Rosenbauer setzt auf Elektroantrieb

Der weltweit mit 18 Prozent führende Ausstatter für Feuerwehren aus Linz setzt künftig bei seinen Feuerwehrfahrzeugen auf Elektroantrieb.

2021 wird die Produktion der Fahrzeuge starten und im Jahr darauf sollen die ersten E-Löschautos an die Kunden ausgeliefert werden.

Der Anschaffungspreis für die Feuerwehren, Kommunen, Flughäfen, etc. soll zwar höher liegen als bei Fahrzeugen mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren, diese Kosten sollten sich aber durch Einsparungen im laufenden Betrieb bald amortisiert haben. Abgasfreiheit und wesentlich geringere Lärmentwicklung sind ebenfalls überzeugende Verkaufsargumente. Die vielerorts geführten Diskussionen über Fahrverbote für Dieselfahrzeuge sind ebenfalls verkaufsfördernd.

Das Familienunternehmen Rosenbauer hat weltweit in über 100 Ländern ein Vertriebsnetz. Produktionsstätten befinden sich in zahlreichen europäischen Ländern, den USA, Russland, Saudi-Arabien und Singapur. Rosenbauer beschäftigt über 3.400 Mitarbeiter.

Das seit 1994 börsennotierte Unternehmen erzielte im ersten Halbjahr 2018 einen Umsatz von rund 350 Millionen Euro. Für das gesamte Jahr 2018 geht man von einen Umsatz von über 900 Millionen Euro aus. Beim letzten Großauftrag Ende 2017 wurden vom deutschen Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe 306 Löschgruppenfahrzeuge im Wert von über 50 Millionen Euro geordert.

Die Firma Rosenbauer mit Standort in der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz wurde im Jahr 1866 durch Johann Rosenbauer als Feuerwehrausrüstungsgeschäft gegründet. Zunächst wurden allerdings nur Pumpen, Schläuche und Spritzen hergestellt und vertrieben.

1918 wurden die ersten Feuerwehrautos hergestellt und bereits 1926 nach China ausgeliefert.

Mitte der 1980er Jahre entwickelte man den Falcon. Das bis dahin üblicherweise eingesetzte LKW-Fahrgestell für Feuerwehrautos, wurde seitdem durch ein eigenes Chassis ersetzt.

Zu den Kunden des österreichischen Mittelständlers zählen weltweit Feuerwehren, Betriebs- und Flughafenfeuerwehren. Die Deutsche Bundespolizei sowie die Polizeien zahlreicher Bundesländer zählen mit Wasserwerfern ebenfalls zu den Abnehmern von Spezialfahrzeugen.

Das Vorzeigegerät bei den Löschfahrzeugen ist der Buffalo Extreme mit einem Fassungsvermögen von 33.000 Liter und bringt es auf ein Gesamtgewicht von 68 Tonnen. Der 420-kW-Motor sorgt dabei für eine Geschwindigkeit von 65 km/h.

Reply